- Das richtige E-Bike ergibt sich aus Ihrem Alltag, nicht aus Marke oder Farbe.
- Gelände, Reichweite und Rahmengröße sind wichtiger als jedes Ausstattungsdetail.
- Klären Sie vor dem Kauf auch Finanzierung und Service.
„Ich blicke da nicht mehr durch.“ Diesen Satz höre ich im Laden fast jeden Tag. Trekking, SUV, Mountainbike, Tiefeinsteiger, verschiedene Motoren und Akkus – die Auswahl ist riesig. Die gute Nachricht: Wenn Sie die folgenden sieben Fragen für sich beantworten, wissen Sie ziemlich genau, welches E-Bike zu Ihnen passt.

Dieses Thema gibt es auch als Folge von „E-Bike Experte – der Podcast von Kraft Bike“: Folge 1 „Welches E-Bike passt zu mir?“. Omar, Inhaber von Kraft Bike, erklärt es in rund zehn Minuten.
01Frage 1: Wofür nutzen Sie das E-Bike?
Das ist die wichtigste Frage – und sie wird erstaunlich oft übersprungen. Viele schauen zuerst auf Marke, Farbe oder Motor. Das richtige Rad ergibt sich aber aus Ihrem Alltag. Fragen Sie sich ehrlich: Was mache ich mit dem Rad in einer normalen Woche?
Pendeln Sie täglich zur Arbeit, zum Beispiel von Wernau oder Esslingen nach Plochingen? Dann brauchen Sie ein zuverlässiges Alltagsrad mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger. Fahren Sie am Wochenende Touren am Neckar oder durchs Filstal, zählen Komfort und Reichweite. Und wenn es Sie in den Wald zieht, auf Trails oder hinauf auf den Schurwald, sind Sie beim E-Mountainbike richtig.
Unser Tipp: Schreiben Sie vor dem Termin drei Dinge auf, die Sie jede Woche mit dem Rad machen – nicht, was Sie vielleicht irgendwann einmal machen.
02Frage 2: Fahren Sie flach oder bergig?
Rund um Plochingen ist das eine entscheidende Frage. Im Neckartal ist es flach. Sobald Sie aber hinauf nach Baltmannsweiler oder Lichtenwald wollen oder Richtung Alb fahren, wird es richtig steil.
Für flache Strecken reicht ein Motor mit moderater Kraft völlig aus. Wer viele Steigungen fährt, profitiert von einem kräftigen Mittelmotor. Er sitzt am Tretlager, unterstützt direkt über die Kette und arbeitet am Berg besonders gleichmäßig.
Auch das Gewicht spielt mit: Wer oft mit Gepäck oder Kindersitz bergauf fährt, braucht mehr Unterstützung als jemand, der mit Rucksack ins Büro rollt. Und Steigungen kosten Akku – wer viele Höhenmeter fährt, braucht mehr Reichweite.
03Frage 3: Welcher E-Bike-Typ passt zu Ihnen?
Wenn Sie die ersten beiden Fragen beantwortet haben, ergibt sich der Typ fast von selbst:
- Trekking-E-Bike: Der Klassiker mit Gepäckträger, Licht, Schutzblechen und bequemer Sitzposition. Ideal zum Pendeln und für Touren an Neckar und Fils.
- SUV-E-Bike: Der Allrounder mit Alltagsausstattung, Federung und groben Reifen. Die Lösung für alle, die unter der Woche pendeln und am Wochenende in den Wald wollen. Mehr dazu: SUV-E-Bikes in Plochingen.
- E-Mountainbike: Als Hardtail mit Federgabel vorn – leichter und wartungsärmer – oder als Fully, vorn und hinten gefedert, für Trails und mehr Komfort bergab.
- Tiefeinsteiger: Ohne hohe Stange, Sie steigen einfach durch. Nicht nur für ältere Fahrerinnen und Fahrer praktisch, sondern für alle, die oft auf- und absteigen. Mehr dazu: Tiefeinsteiger-E-Bikes.
Bei uns finden Sie alle diese Typen, unter anderem von Victoria, Malaguti, Ghost, Morrison und Lapierre.

04Frage 4: Wie viel Reichweite brauchen Sie wirklich?
Die Reichweite hängt vor allem vom Akku ab. Seine Größe wird in Wattstunden (Wh) angegeben, gängig sind zum Beispiel 500, 625 oder 750 Wh. Mehr Wattstunden bedeuten mehr Reichweite, aber auch etwas mehr Gewicht.
Wie weit Sie mit einer Ladung kommen, kann Ihnen niemand pauschal sagen. Das hängt von Unterstützungsstufe, Gewicht, Höhenmetern, Reifendruck und sogar der Temperatur ab – im Winter liefert jeder Akku spürbar weniger.
Unser Rat: Rechnen Sie Ihre längste normale Strecke aus und planen Sie einen Puffer ein. Wer täglich pendelt und abends lädt, braucht keinen Riesenakku. Für lange Touren auf den Schurwald darf es mehr sein. Für Vielfahrer kann auch ein Zweitakku sinnvoll sein. Wie Sie den Akku lange fit halten, lesen Sie in E-Bike-Akku pflegen und lagern.
05Frage 5: Passt Ihnen das Rad wirklich?
Das beste E-Bike nützt nichts, wenn es nicht zu Ihrem Körper passt. Ein zu großer oder zu kleiner Rahmen führt zu Rückenschmerzen, tauben Händen oder einem unsicheren Fahrgefühl.
Die Rahmengröße hängt nicht nur von der Körpergröße ab, sondern auch von der Schrittlänge und davon, wie Sie sitzen möchten: sportlich nach vorn gebeugt oder aufrecht und entspannt. Sattelhöhe, Lenkerhöhe und Griffe stellen wir bei der Beratung ein.
Achten Sie außerdem auf das zulässige Gesamtgewicht: das Maximum für Fahrer, Rad und Gepäck zusammen. Es gibt E-Bikes, die bis 170 kg zugelassen sind – mehr dazu in XXL-E-Bikes bis 170 kg.
06Frage 6: Welche Ausstattung brauchen Sie?
- Schaltung: Eine Kettenschaltung ist leicht und hat eine große Bandbreite für Steigungen. Eine Nabenschaltung, oft mit Riemen, ist wartungsarm und sauber – ideal für Pendler.
- Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen sind beim E-Bike Standard. Sie sind schneller und schwerer unterwegs als mit einem normalen Rad.
- Federung: Für den Alltag reicht oft eine Federgabel. Wer viel im Gelände fährt, freut sich über ein Fully.
- Alltag: Licht, Schutzbleche und ein stabiler Gepäckträger. Mit einem System wie MIK wechseln Sie Korb oder Tasche mit einem Klick.
- Schloss: Sparen Sie nicht am Schloss – siehe E-Bike gestohlen: was Sie vorher tun sollten.
Unterscheiden Sie zwischen „brauche ich“ und „wäre schön“. Das hilft enorm bei der Entscheidung.
07Frage 7: Wie bezahlen Sie – und wer kümmert sich danach?
Sie können Ihr E-Bike ganz normal kaufen. Viele wissen aber nicht, dass ihr Arbeitgeber Dienstrad-Leasing anbietet: Die Rate wird vom Bruttogehalt abgezogen, die private Nutzung nur mit 0,25 % des Listenpreises pro Monat versteuert. Wir arbeiten mit vielen Anbietern zusammen, darunter JobRad, Bikeleasing und Lease a Bike. Ob es sich für Sie lohnt, lesen Sie in Dienstrad-Leasing ehrlich erklärt.
Ihr altes Rad können Sie beim Kauf eines neuen E-Bikes in Zahlung geben.
Genauso wichtig ist der Service danach. Nach den ersten 300 bis 500 Kilometern ist die Erstinspektion fällig, danach je nach Fahrleistung etwa einmal im Jahr eine Inspektion. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf, wer Ihr Rad wartet. Bei uns übernimmt das unsere eigene Werkstatt in Plochingen.
08Ihre Checkliste vor der Probefahrt
- Wofür nutze ich das Rad in einer normalen Woche?
- Fahre ich flach im Tal oder steil auf den Schurwald?
- Welcher Typ passt: Trekking, SUV, E-MTB oder Tiefeinsteiger?
- Wie viel Reichweite brauche ich mit Puffer?
- Passen Rahmengröße, Sitzposition und zulässiges Gesamtgewicht?
- Welche Ausstattung brauche ich, was wäre nur schön?
- Kaufen oder leasen, altes Rad in Zahlung geben – und wer wartet das Rad?
09Häufige Fragen
Welches E-Bike ist das beste für Einsteiger?
Es gibt nicht das eine beste E-Bike. Für viele Einsteiger ist ein Trekking- oder SUV-E-Bike ein guter Start, weil es alltagstauglich ist und auch auf Feldwegen gut fährt. Entscheidend ist, dass Typ, Rahmengröße und Akku zu Ihren Strecken passen.
Brauche ich einen Mittelmotor?
Wer viele Steigungen fährt, etwa hinauf auf den Schurwald oder Richtung Alb, profitiert deutlich von einem Mittelmotor. Er unterstützt über die Kette und arbeitet am Berg gleichmäßig. Für überwiegend flache Strecken ist er kein Muss.
Wie viele Wattstunden sollte mein Akku haben?
Das hängt von Ihrer längsten normalen Strecke, den Höhenmetern und dem Gewicht ab. Rechnen Sie Ihre Strecken aus und planen Sie einen Puffer ein, besonders für den Winter, in dem jeder Akku weniger Reichweite liefert.
Kann ich bei Kraft Bike mehrere E-Bikes direkt vergleichen?
Ja. Weil wir nur mit Termin arbeiten, stellen wir mehrere passende Räder in Ihrer Rahmengröße bereit. So fahren Sie die Modelle direkt nacheinander Probe.
Mit Ihren Antworten zur Probefahrt
Bringen Sie Ihre Antworten auf die sieben Fragen mit. Wir stellen passende Räder in Ihrer Rahmengröße bereit, damit Sie direkt vergleichen können.
- AdresseMarktstraße 14–17
73207 Plochingen
in der Passage neben Bäckerei Flo und Post - Telefon+49 1578 3447117
- E-Mailinfo@kraft.bike
Ihr Omar und das Kraft Bike Team in Plochingen.