- Kaufen Sie nach Ihrem Alltag, nicht nach Aussehen oder Preis.
- Rahmengröße, Probefahrt und Akku entscheiden über die Zufriedenheit.
- Denken Sie vor dem Kauf an Service, Folgekosten und Diebstahlschutz.
Ein E-Bike kostet schnell so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen. Trotzdem sehen wir immer wieder Kundinnen und Kunden, die sich nach dem Kauf woanders ärgern: Das Rad ist zu groß, der Akku zu klein, oder es steht nach einem Jahr im Keller, weil sich niemand darum kümmert. Hier sind die zehn teuersten Fehler – und wie Sie jeden davon vermeiden.

Dieses Thema gibt es auch als Folge von „E-Bike Experte – der Podcast von Kraft Bike“: „Die 10 teuersten Fehler beim E-Bike-Kauf“. Omar, Inhaber von Kraft Bike, erklärt es in rund zehn Minuten.
01Fehler 1–3: Typ, Rahmengröße und Probefahrt
- 1. Nach Aussehen oder Preis kaufen statt nach dem Alltag: Das schönste E-Mountainbike bringt wenig, wenn Sie damit täglich acht Kilometer über Asphalt pendeln. Fragen Sie sich zuerst, wofür Sie das Rad wirklich nutzen – unsere Hilfe dazu: Welches E-Bike passt zu mir?
- 2. Die falsche Rahmengröße: „Das passt schon ungefähr“ endet oft mit Knie-, Rücken- oder Handgelenkschmerzen. Die Rahmengröße hängt auch von Schrittlänge und Sitzposition ab. Lassen Sie sich vermessen und probieren Sie mindestens zwei Größen.
- 3. Keine echte Probefahrt: Eine Runde auf dem Parkplatz reicht nicht. Testen Sie eine Steigung, unebenen Boden, Anfahren am Berg und Bremsen. Achten Sie darauf, ob der Motor sanft oder ruckartig einsetzt, und lassen Sie sich das Display erklären.

02Fehler 4–6: Akku, Service und Folgekosten
- 4. Der falsche Akku: Größer ist nicht immer besser – ein großer Akku kostet mehr und macht das Rad schwerer. Ein zu kleiner nervt jeden Tag. Rechnen Sie mit Ihren echten Strecken, inklusive Steigungen und Winter, und planen Sie etwas Puffer ein.
- 5. Kaufen, ohne an den Service zu denken: Im Internet ist das Rad vielleicht etwas günstiger. Doch wer macht die Erstinspektion, wer hilft bei einer Fehlermeldung oder einem Garantiefall? Nicht jede Werkstatt hat Zeit oder die passende Software für jedes Motorsystem, und ein eingeschicktes Rad ist manchmal wochenlang weg.
- 6. Die Folgekosten vergessen: Dazu gehören ein gutes Schloss, ein Helm, eventuell eine Versicherung, Inspektionen und Verschleißteile wie Bremsbeläge, Kette und Reifen. Sprechen Sie schon beim Kauf darüber, welche Wartung auf Sie zukommt.
Gerade Punkt 5 ist einer der teuersten Fehler. Ein Händler in Ihrer Nähe mit eigener Werkstatt ist oft mehr wert als der niedrigste Preis.
03Fehler 7–8: Diebstahlschutz und Gewicht
- 7. Am Schloss sparen: E-Bikes sind für Diebe attraktiv, ein dünnes Kabelschloss hält sie nicht lange auf. Nehmen Sie ein stabiles Bügel-, Falt- oder Kettenschloss und schließen Sie den Rahmen immer an einem festen Gegenstand an. Alles Weitere lesen Sie in E-Bike gestohlen: was Sie vorher tun sollten und in unserem Artikel zu Abus-Schlössern.
- 8. Das Gewicht unterschätzen: Im Laden denkt niemand ans Gewicht – zu Hause schon, wenn das Rad jeden Tag die Kellertreppe hoch muss oder auf den Fahrradträger. Prüfen Sie außerdem das zulässige Gesamtgewicht aus Rad, Fahrer und Gepäck. Mit Kindersitz oder vollen Packtaschen ist die Grenze schneller erreicht, als man denkt.
04Fehler 9–10: Leasing und Zeitdruck
- 9. Nicht nach Dienstrad-Leasing fragen: Viele zahlen den vollen Preis aus eigener Tasche, obwohl ihr Arbeitgeber Dienstrad-Leasing anbietet. Fragen Sie vor dem Kauf in der Personalabteilung nach und rechnen Sie nach, ob es sich lohnt: Dienstrad-Leasing ehrlich erklärt.
- 10. Unter Zeitdruck kaufen: Jedes Frühjahr wollen alle gleichzeitig ein E-Bike. Dann sind beliebte Modelle und Größen ausverkauft, Werkstätten voll, und man nimmt, was gerade da ist. Im Herbst und Winter haben Sie mehr Ruhe für Beratung und Probefahrt.
05Ihre Checkliste vor dem Kauf
- Typ nach Alltag gewählt, nicht nach Aussehen
- Rahmengröße vermessen und mindestens zwei Größen probiert
- Echte Probefahrt mit Steigung und Bremstest
- Akku passend zu den eigenen Strecken plus Puffer
- Service geklärt: Wer macht Inspektion und Garantie?
- Folgekosten eingeplant: Schloss, Helm, Versicherung, Wartung
- Gutes Schloss und Rahmennummer notiert
- Gewicht und zulässiges Gesamtgewicht geprüft
- Beim Arbeitgeber nach Dienstrad-Leasing gefragt
- Ohne Zeitdruck entschieden
Und falls im Keller noch ein altes Rad steht: Das können Sie beim Kauf eines neuen E-Bikes bei uns in Zahlung geben.
06Häufige Fragen
Ist ein E-Bike aus dem Internet günstiger?
Der Kaufpreis ist manchmal niedriger. Rechnen Sie aber Service, Erstinspektion, Garantiefälle und mögliche Wartezeiten mit ein. Ein Händler in der Nähe mit eigener Werkstatt spart Ihnen oft Zeit und Ärger.
Wann ist die beste Zeit, ein E-Bike zu kaufen?
Im Herbst und Winter haben Sie meist mehr Ruhe für Beratung und Probefahrt, und die Werkstätten sind weniger voll. Im Frühjahr sind beliebte Modelle und Größen schneller vergriffen.
Wie finde ich die richtige Rahmengröße?
Die Rahmengröße hängt von Körpergröße, Schrittlänge und gewünschter Sitzposition ab. Lassen Sie sich vermessen und fahren Sie mindestens zwei Größen Probe.
Welche Folgekosten hat ein E-Bike?
Rechnen Sie mit einem guten Schloss, Helm, eventuell einer Versicherung, regelmäßigen Inspektionen und Verschleißteilen wie Bremsbelägen, Kette und Reifen.
Fehlkauf vermeiden: Beratung nach Termin
Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung. Im Termin vermessen wir Sie, stellen passende Räder bereit und sprechen über Leasing, Service und Zubehör.
- AdresseMarktstraße 14–17
73207 Plochingen
in der Passage neben Bäckerei Flo und Post - Telefon+49 1578 3447117
- E-Mailinfo@kraft.bike
Ihr Omar und das Kraft Bike Team in Plochingen.